Ahoi Bunbo

Juhu – es ist soweit! Nach fast drei Jahren ein Wochenende ohne Kinder, dafür aber mit Mann, einer gewissen Müdigkeit und jeder Menge Lesestoff. Als wir vor knapp einem halben Jahr überlegten, wohin es denn für ungefähr 48 Stunden, die uns Dank aufopferungsvoller Großeltern geschenkt wurden, gehen sollte, gab es die Wahl zwischen:

1. exotischen Fernzielen – um möglichst weit weg zu kommen; Gegenargument: Da ist man gerade im Flieger, dann muss man auch schon wieder zurück.

2. trendigen City-Destinationen Europas, um den Kultur- und Kulinarikpegel wieder etwas anzuheben; Gegenargument: Da heben wir ziemlich sicher auch den Cholisterinspiegel an.

Oder 3. der Berliner Umgebung, um einfach nur Ruhe zu haben! Gegenargument: Keins.

Kurz in uns rein gehorcht ging die Tendenz stark Richtung Brandenburg bzw. den Gewässern von Brandenburg. Da wir jedoch aus dem Alter von Jugendherbergen und Camping deutlich heraus sind (oder auch nie so wirklich drin waren.. ich erinnere da an unseren einzigen Camping-Ausflug mit kompletter Schalfzimmerausrüstung), musste ein Wasserfahrzeug gefunden werden, das dem männlichen Drang nach Freiheit und Fahrtwind sowie (meinem Drang) nach Hygiene und Komfort gerecht werden konnte.

Ich präsentiere: das Bunbo! Auch Bungalow-Boot genannt. Schwimmende kleine Schwedenhäuser mit separater Dusche, Toilette, Schlafzimmer und Küche und Wohnzimmer mit Kaminofen.

 

haus

Schnell gebucht,  die Vorräte verstaut und los! Bevor ich es vergesse: Zum Steuern braucht man nicht zwingend einen Bootsführerschein, denn man kann vor Ort in ca. 1 Stunde einen Charterschein machen! Das Bunbo ist übrigens tatsächlich so schön, neu, sauber und gemütlich wie auf den Fotos im Internet und das  Wetter spielte auch mit!

Ich könnte mich jetzt in epischer Breite darüber auslassen, wie gemütlich und relaxt die 2 Tage an Bord waren, dass wir alle Schleusen bravourös gemeistert haben, am frühen Morgen von einem Biber geweckt wurden, dafür aber mit einem tollen Sonnenaufgang über dem See belohnt wurden – und ich ein komplettes Buch mi 450 Seiten lesen konnte….Auf alle Fälle kamen wir am Sonntag nachmittag entschleunigt, entspannt und erholt und das Boot ohne Dellen wieder im Heimathafen an. Es fiel auch nicht wirklich schwer, das Bunbo abzugeben (obwohl unterwegs des Öfteren die Diskussion aufkam – was braucht man eigentlich zum Leben, reichen nicht auch 30qm Wohnfläche – in Berlin gibt es doch so viel Wasser) – denn wir sind uns ganz sicher: Das Bunbo sieht uns wieder…

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