Upcycling von Wattestäbchen-Dosen

Warum ich ohne Kleinkinder in die Verlegenheit komme leere Wattestäbchen-Dosen zu Hause zu haben ist eine andere Geschichte – aber Tatsache ist, dass diese schönen quadratischen Dosen viel zu schade sind um weggeworfen zu werden. Immerhin kann man hübsche kleine Behälter immer gut gebrauchen und sie aufzuwerten (neudeutsch upcycling) ist immer noch besser als sie wegzuwerfen.

Seit wir Kreativheimat gegründet haben gibt es eigentlich auch immer genügend Acrylfarbe im Haus, aber diesmal habe ich nur Rosa, Hellblau und Kupfer gefunden (wobei Kupfer schlussendlich gar nicht zum Einsatz kam) – alle anderen Farben befanden sich in den bereits vorkonfektionierten Bastelkisten und die wollte ich nicht wieder rausholen – sonst verliere ich noch den Überblick.

Für das Dosen-Upcycling braucht ihr:

Zwei Acrylfarben eurer Wahl, eine Wattestäbchen-Dose, eine kleine Holzkugel mit Loch, bunte Paketschnur oder ähnliches, Sprühlack, Pinsel, Schere, Zeitung, Holzspieße und evtl. einen Stempel.

 Und so geht das Dosen Upcycling:

Dose gründlich von Fett und Staub befreien, gut abtrocknen. Und jetzt heisst es geduldig sein – die Dose braucht auf Grund ihrer glatten Oberfläche mindestens drei Anstriche in der Grundfarbe und dazwischen sollte sie mindestens 30 Minuten trocknen. Also lieber weniger Farbe pro Anstrich, dafür aber mehr Lagen, damit eine gleichmässige Oberfläche entsteht.

Auch die Holzkugel bekommt jetzt schon ihren Anstrich. Damit ihr keine Fingerabdrücke auf der Kugel hinterlasst spießt ihr sie auf einem Schaschlikspieß auf und stellt sie zum Trocknen in einen kleinen Becher. Bei der Holzkugel reichen zwei Farbanstriche.

Wenn ihr diese Geduldsprobe überstanden habt, dann sucht ihr euch einen Stempel mit großem Motiv aus (oder bastelt euch aus Moosgummi selbst einen), bepinselt den Stempel mit der zweiten Farbe und stempelt das Muster gleichmässig auf die Dose – vor jedem Stempeldruck den Stempel neu mit Farbe bestreichen und zwischendurch den Stempel reinigen, sonst fängt die Farbe an zu schmieren. Wenn ihr keinen Stempel habt, dann könnt ihr auch mit dem Pinsel Streifen oder Punkte oder Sterne oder sonst was malen – ich bin nur nicht die große Freihandmalerin.

Nachdem alles gut getrocknet ist fädelt ihr die Kugel auf das bunte Paketband, und verknotet das eine Ende. Jetzt bohrt ihr mit z.B. einem kleinen Vorbohrer (den man auch für Kastanienmännchen braucht) ein Loch in die Mitte des Deckels, fädelt dort das Paketband durch (Kugel auf der Oberseite des Deckels) und fixiert die Paketschnur mit einem zweiten Knoten auf der Unterseite des Deckels.

Zum Schluss geht’s noch ab vor die Tür und alles wird mit einer Schicht Klarlack überzogen, damit es tropfwasserfest wird. Und das war’s dann auch schon – ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich schlussendlich reinmachen werde – aber bei den vielen Loom-Armbändern die derzeit bei uns produziert werden ist das vielleicht ein ganz gute Idee die aufgehübschte Wattestäbchendose dafür zu verwenden.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbasteln und wie immer: Ich freue mich über Kommentare zum Beitrag oder Bilder eurer Ergebnisse.

Liebe Güße, Anja

Upcycling - Wattestäbchenbox Zutaten

Upcycling – Wattestäbchenbox Zutaten

Upcycling - Wattestäbchenbox erste Farbschicht

Upcycling – Wattestäbchenbox erste Farbschicht

Upcycling - Wattestäbchenbox Holzkugel anstreichen

Upcycling – Wattestäbchenbox Holzkugel anstreichen

Upcycling - Wattestäbchenbox zweiter Anstrich

Upcycling – Wattestäbchenbox zweiter Anstrich

Upcycling - Wattestäbchenbox Muster stempeln

Upcycling – Wattestäbchenbox Muster stempeln

Upcycling - Wattestäbchenbox Kugel auffädeln

Upcycling – Wattestäbchenbox Kugel auffädeln

Upcycling - Wattestäbchenbox Loch in Deckel bohren

Upcycling – Wattestäbchenbox Loch in Deckel bohren

Upcycling - Wattestäbchenbox ist fertig

Upcycling – Wattestäbchenbox ist fertig

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